Anita Fuchs "Wiesenpredigt"

Museumsquartier Wien, 2025, Foto: Klaus Pichler
Eine 250 m² große Rasenfläche hat die Künstlerin Anita Fuchs in einem Langzeitprojekt vor dem Wiener Museumsquartier zum „Versuchsfeld1“ gemacht: ein Experimentierraum und Ort prozessorientierter künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung. Sie versteht das Grundstück im urbanen Raum als lernendes System, das sowohl ökologisch als auch gesellschaftlich gelesen werden kann. Nach der Entfernung des Rollrasens und der wissenschaftlichen Analyse von Bodenproben entwickelte sie für das Wiesenstück eine Saatmischung autochtoner Pflanzen. Mit der Mahd der Wiese wird die barocke Kanzel der Leechkirche als sprechender Beitrag zur ökumenischen „Schöpfungszeit“ vor dem achthundertsten Todestag des hl. Franziskus befüllt.